Wachaubahn zwischen Weingärten und blühenden Marillenbäumen.
Foto: NÖVOG / Grojer

Regenerativer Tourismus

Nachhaltigkeit ist ein Schlüsselbegriff für den modernen Tourismus. Die Niederösterreich-Werbung möchte einen Schritt weitergehen und empfiehlt touristische Angebote so zu entwickeln, dass sie regenerativen und erneuerbaren Ansprüchen gerecht werden.

Mit Anfang April starteten die Tourismusbetriebe entlang der Donau ihre Saison. Welche Wege im Tourismus eingeschlagen werden und wie nachhaltige und regenerative Tourismusansätze aussehen, wurde bei den Donau.Tourismus.Gesprächen Anfang April in Spitz diskutiert.

„Während nachhaltiger Tourismus versucht, ökologische Konsequenzen auf die Umwelt und die Bevölkerung zu minimieren, zielt der regenerative Tourismus darauf ab, positive Einflüsse zu fördern, sodass sowohl die Destinationen als auch ihre Gäste davon profitieren“, erläutert Michael Duscher, Geschäftsführer der Niederösterreich-Werbung den Begriff.

In der Praxis fördert nachhaltiger Tourismus den Erhalt von natürlichen und kulturellen Ressourcen, den respektvollen Umgang mit lokalen Gemeinschaften, und sorgt dafür, dass die Umwelt so wenig wie möglich belastet wird. Regenerativer Tourismus geht einen Schritt weiter. Hier geht es nicht nur darum, den Schaden zu minimieren, sondern nach dem Aufenthalt etwas Positives zurückzulassen, die die Umwelt zu verbessern und lokale Gemeinschaften zu stärken. Beispiel sind Aufforstungsprojekte oder Märkte, in denen regionale Produkte angeboten werden.

Klimafreundlich zur Marillenblüte

Die klimafreundliche Marillenblüte ist ein Beispiel dafür, wie das Konzept in der Praxis umgesetzt wird. Jedes Jahr im Frühjahr verwandeln rund 100.000 Marillenbäume die Wachau in ein rosa Blütenmeer. Dieses Naturschauspiel lockt tausende Besucher*innen in die Region - Staus und Parkplatzengpässe vorprogrammiert. Mit einem eigenen Mobilitätskonzept haben die Gemeinden der Wachau in den vergangenen Jahren einen Anreiz geschaffen, die Region mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu besuchen. In diesem Jahr wird dieses Angebot ausgeweitet und gilt als Frühlingsticket über die Marillenblüte hinaus.

Das buchbare Angebot „Genuss on Tour“ verbindet Kulinarik mit Naturgenuss. Dabei wandern die Teilnehmer*innen zu Fuß von einem Lokal zum nächsten oder erleben die Wachau bei einer Zillenfahrt auf der Donau, ganz ohne Auto.

Nachhaltigkeit im Betrieb

Von der Verwendung regionaler und saisonaler Produkte in der Gastronomie bis hin zur Reduzierung des Energie- und Wasserverbrauchs – zahlreiche Hotels in ganz Österreich setzen auf vielfältige Maßnahmen, um ihren ökologischen Fußabdruck zu minimieren. Viele von ihnen wurden dafür mit dem Österreichischen Umweltzeichen ausgezeichnet.

Die Donau Niederösterreich GmbH unterstützt die Gastgeber*innen bei der nachhaltigen Ausrichtung ihrer Betriebe. "Den ersten zehn Betrieben, die sich bei uns melden,  zahlen wir die Erstberatung", künigt Geschäftsführer Bernhard Schröder an. Schwerpunkte sind ökologische, soziale und ökonomische Nachhaltigkeit, vermittelt durch Schulungen und Seminare, Einzelberatungen und Best-Practice-Exkursionen. „Unser Ziel ist es, die Qualität zu steigern, Ressourcen zu schonen, regionale Produkte zu fördern und nachhaltigen Tourismus in der Donauregion zu stärken“ so Schröder.

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zuletzt geändert am 02.04.2025

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